Baby im Burgenland schwer misshandelt

Im Südburgenland ist ein Fall von Kindesmissbrauch aufgedeckt worden. An einem etwa zwei Monate alten Baby entdeckten Ärzte bei einer Untersuchung zahlreiche Knochenbrüche, Prellungen und Blutergüsse.

Laut der Wochenzeitung lebt die Familie in einem Haus im Bezirk Güssing. Ob sich dort auch die Taten – ein Teil der Verletzungen dürfte frisch, ein Teil schon mehrere Tag alt gewesen sein – zugetragen haben, sei noch zu ermitteln. Die Erhebungen seien noch nicht abgeschlossen, hieß von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt (StA) gegenüber der APA. Die Eltern befinden sich laut StA in Untersuchungshaft.

Erst im März ist die Familie in ein Haus im Bezirk Güssing gezogen, zuvor lebten Vater, Mutter und ihr nun 15 Monate alter Sohn im steirischen Bezirk Feldbach. Schon seit dessen Geburt sei die junge Familie betreut worden. Man habe vom Krankenhaus damals den Hinweis bekommen, sich anzuschauen, wie die Mutter mit dem Kind zu Recht komme, erinnerte sich Bezirkshauptmann Wilhelm Plauder im APA-Gespräch.

Zwei Mal wöchentlich wurde die Familie betreut, von einer zweiten Schwangerschaft bzw. einem zweiten Kind habe man nichts gewusst. Als das junge Paar – sie ist 22 Jahre alt, er 25 – wegzog, fand ein Übergangsgespräch mit den burgenländischen Behörden statt. Hinweise auf Misshandlung habe es nicht gegeben, so Plauder.

Vater und Mutter wurden Mittwoch bzw. Donnerstag vergangener Woche festgenommen und befinden sich nun in der Justizanstalt Eisenstadt bzw. Wr. Neustadt in Untersuchungshaft. Sie leugnen die Taten. In beiden Fällen lautet der Verdacht auf Quälen unmündiger Personen und absichtlich schwere Körperverletzung.

Share with:


Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn

ZUSAMMENFASSUNG

Datum des Artikels26 September 2012
LandAustria
StadtG?ssing
Bewährung 
Geschlecht des Betroffenen 
Altes des Betroffenen<1
Anzahl der Betroffenen1
Art der Tat
VerknüpfungClick here to view detail " target="_blank">Link