KINDESMISSBRAUCH

Bergkamener ist angeklagt wegen Kindesmissbrauchs

Bergkamener ist angeklagt wegen Kindesmissbrauchs von Sylvia Mönnig Bergkamen, 08.05.2019, 16:33 Uhr / Lesedauer: 1 min Mit Geld und Geschenken soll ein Bergkamener Rentner ein Mädchen geködert haben, um es zu missbrauchen. Nun saß der 77-Jährige auf der Anklagebank. Doch das, was er freiwillig einräumte, reichte dem Gericht nicht. Zwölf Jahre war das Kind alt, als es sich mit dem älteren Nachbar anfreundete. Anfangs war das Ganze offenbar harmlos. Er fuhr das Mädchen zur Schule oder kaufte mit ihm ein. Dann jedoch, so der Vorwurf, kippte die Situation. In fünf Fällen zwischen August und November vergangenen Jahres verging er sich laut Anklage in seiner Wohnung an dem mutmaßlichen Opfer. Im Prozess vor dem Unnaer Amtsgericht räumte der 77-Jährige am Mittwoch auch Übergriffe ein und betonte sein Bedauern. Allerdings konnte er sich nicht dazu durchringen, die Vorwürfe in vollen Umfang und aller Intensität zu bestätigen. Vielmehr gab er einige Taten zu, aber nicht alle und verstand nicht, warum das der Vertreterin der Anklage und dem Gericht nicht genügte. In dem Kontext wies die Richterin darauf hin, dass das Mädchen bei der Polizei von weitaus mehr Fällen berichtet habe und die Staatsanwaltschaft unter Umständen nur die Spitze des Eisbergs angeklagt habe. Nach dieser Einlassung sei die Vernehmung des Kindes leider erforderlich. Aus diesem Grund wurde das Verfahren ausgesetzt und wird demnächst neu aufgerollt – mit dem Kind, dem die Aussage nun nicht erspart werden kann. Und bis dahin will der Verteidiger entscheiden, ob er die Einholung eines Gutachtens zur Frage der Schuldfähigkeit des Angeklagten beantragen wird.

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