KINDESMISSBRAUCHLaufendes Gerichtsverfahren

Er soll ein eigenes kinderpornographisches Forum im Darknet betrieben haben

04.12.2020 – 11:28 Uhr

Meißen/Usedom – In Sachsen wird jetzt einem Kinderschänder der Prozess gemacht. Wie die Staatsanwaltschaft Dresden am Freitag mitteilte, wurde ein 38-jähriger Deutscher bereits im Mai festgenommen, nachdem er zwischen April 2013 und April 2020 zwei kleine Mädchen (7, 8) und zwei weibliche Babys sexuell missbrauchte und die grauenvollen Taten auch noch filmte.

Der Mann aus dem Landkreis Meißen (Sachsen) hat die Taten bereits gestanden. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat jetzt gegen ihn am Landgericht Dresden Anklage wegen bandenmäßigen Verbreitens kinderpornographischer Schriften und schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in 18 Fällen erhoben.

Ihm wird neben dem Kindesmissbrauch vorgeworfen, zwischen 2010 und 2014 mit weiteren Bandenmitgliedern ein eigenes kinderpornographisches Forum im Darknet betrieben zu haben. Er wollte demnach laut Staatsanwaltschaft eine weltweite Plattform für den Austausch von kinder- und jugendpornographischen Inhalten schaffen.

Durch die Festnahme des Täters am 19. Mai 2020 konnte der bis dahin unbekannte sexuelle Missbrauch eines 8-jährigen Mädchens beendet werden. Der 38-Jährige hatte sich seit Februar 2020 immer wieder an der Tochter einer Bekannten vergangen.

„Der Beschuldigte hat sich zu den Tatvorwürfen vollumfänglich geständig eingelassen“, teile die Staatsanwaltschaft abschließend mit. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Ein Termin für die Verhandlung am Dresdner Landgericht steht noch nicht fest.

Anonyme und kostenlose Beratungsangebote

Sie haben den Verdacht, dass in Ihrem Umfeld ein Kind misshandelt oder missbraucht wird? Sie haben etwas gesehen, das Ihnen Sorgen bereitet? Dann können Sie sich (anonym) ans „Hilfetelefon Sexueller Missbrauch“ wenden: 0800 22 55 530.

Kinder und Jugendliche, die Missbrauch erlebt haben, bekommen montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter der „Nummer gegen Kummer“ 116 111 Unterstützung. Auf der Website gibt es die Möglichkeit, mit Beratern zu chatten.

Wer das Gefühl hat, pädophile Neigungen zu besitzen, findet Ansprechpartner beim Projekt „Kein Täter werden“ von der Berliner Charité. Auf der Website und unter 030 450 529 450 gibt es kostenlose Informationen. Es gilt die ärztliche Schweigepflicht.

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