KINDESMISSBRAUCH

Ermittlungen zu Kindesmissbrauch in NRW ausgeweitet

Köln (dpa) – Die Ermittlungen wegen schweren Missbrauchs von Kindern in Nordrhein-Westfalen weiten sich aus. “Hier geht es um schweren sexuellen Missbrauch von unschuldigen Opfern”, sagte Polizeipräsident Uwe Jacob am Mittwoch in Köln.

Es seien zwei weitere Verdächtige festgenommen worden, einer in der Nacht in Krefeld, der andere in Aachen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilten. Derzeit werde geprüft, ob die nötigen Voraussetzungen für Haftbefehle vorlägen.

Bei weiteren Wohnungsdurchsuchungen etwa in Bergisch Gladbach hat die Polizei mit Hilfe von speziellen Spürhunden außerdem weitere Datenträger sichergestellt worden. “Die Datenträger enthalten beweiserhebliches, kinderpornografisches Material”, sagte der Kölner Staatsanwalt Ulrich Bremer.

Nach ersten Durchsuchungen waren bereits vier Männer festgenommen worden, die ihre eigenen Kinder oder Stiefkinder sexuell missbraucht haben sollen. “Wie perfide die Taten im Einzelnen sind, zeigt sich daran, was wir sichergestellt haben”, sagte Polizeipräsident Jacob – darunter seien Sexspielzeug, Fesselwerkzeug und Liebesbriefe in Kinderhandschrift.

In NRW sind den Ermittlern derzeit acht Opfer bekannt, im Alter von unter ein bis elf Jahren. Der mutmaßliche Täterkreis konzentriert sich bislang auf Nordrhein-Westfalen, lediglich einer der bislang Festgenommenen stammt aus Hessen.

Ihre Taten sollen die Männer in Fotos und Videos dokumentiert und über Handychats ausgetauscht haben – teilweise in Gruppen mit bis zu 1800 Mitgliedern

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