Irrtümlich begnadigter Pädophiler bleibt in Haft

Der in Marokko offenbar irrtümlich begnadigte Kinderschänder bleibt nach seiner Festnahme in Spanien vorerst in Haft.

Der in Marokko offenbar irrtümlich begnadigte Kinderschänder bleibt nach seiner Festnahme in Spanien vorerst in Haft. Das entschied am Dienstag ein Richter des Nationalen Gerichtshofes in Madrid. Es bestehe Fluchtgefahr, und die Taten des wegen Vergewaltigung von elf Kindern in Marokko verurteilten Spaniers seien sehr schwerwiegend, hatte zuvor die Staatsanwaltschaft erklärt.

Treffen in Madrid

Nun soll der Beschuldigte inhaftiert bleiben, während Spanien und Marokko über sein Schicksal beraten. Vertreter der Justizministerien beider Länder wollten noch am Dienstag in Madrid zusammentreffen.

Heftige Entrüstung

Der 63-Jährige war am Montag in der südöstlichen Stadt Murcia aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen worden. Einen Tag zuvor hatte Marokkos König Mohammed VI. seine Ende Juli ausgesprochene Begnadigung nach heftigen Protesten annulliert. Der Kinderschänder sei wegen eines Fehlers der Gefängnisleitung auf die Liste der zu begnadigenden, in Marokko inhaftierten Spanier gelandet, teilte das Königshaus mit.

Der Mann war 2011 in Marokko zu einer Haftstrafe von 30 Jahren verurteilt worden. Das nordafrikanische Land will seine Auslieferung erreichen. Dank eines bilateralen Abkommens könnte er seine Strafe auch in Spanien absitzen.

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ZUSAMMENFASSUNG

Datum des Artikels06-08-2013
LandSpanien
StadtMadrid
Alter des Täters63
Bewährung 
Geschlecht des Betroffenen 
Art der Tat
VerknüpfungClick here to view detail " target="_blank">Link