KINDESMISSBRAUCH

Kindesmissbrauch vor Kamera

Weil er wiederholt die Tochter seiner Lebensgefährtin sexuell missbraucht hat, muss ein 36-jähriger Mann aus Uslar für sieben Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Das hat am Dienstag das Landgericht Göttingen entschieden.Göttingen
Das Gericht befand den Angeklagten des schweren sexuellen Missbrauchs in drei Fällen für schuldig. Der 36-Jährige hatte zuvor in nicht öffentlicher Verhandlung gestanden, das zum Tatzeitpunkt vermutlich elf Jahre alte Mädchen mehrfach zum Geschlechtsverkehr missbraucht zu haben. In einem Fall hatte der Angeklagte eine Webcam mitlaufen lassen und die Tat gefilmt.
Die Lebensgefährtin des 36-Jährigen hatte diesen Film später zufällig entdeckt, als sie auf seinem Computer nach Unterlagen suchte. Daraufhin hatte sie ihren Partner bei der Polizei angezeigt. Zu der Zeit saß der Angeklagte bereits wegen zahlreicher Internet-Betrügereien im Gefängnis. Das Amtsgericht Northeim hatte ihn deshalb zu einer Haftstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt.

Wie schon am ersten Verhandlungstag, verhüllte der 36-Jährige auch zur Urteilsverkündung beim Betreten des Sitzungssaals sein Gesicht unter einem Kapuzenpullover. Die Richter des Göttinger Landgerichts folgten mit ihrem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft, Die Verteidigung hatte dagegen auf eine Haftstrafe von sieben Jahren plädiert.  Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft den 36-Jährigen wegen sechs Taten angeklagt. Danach soll er sich schon einige Jahre vorher an dem Mädchen vergangen haben, als es erst acht Jahre alt war. In einem außerhalb der Hauptverhandlung geführten Rechtsgespräch hatten sich die Prozessbeteiligten jedoch darauf verständigt, die Verfahren zu den drei frühesten Fällen einzustellen (Tageblatt berichtete).

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