Kindesmissbrauch: Vorbestrafter Kämpft Gegen Neuen Vorwurf

Kindesmissbrauch: Vorbestrafter kämpft gegen neuen Vorwurf
Vor dem Landgericht Koblenz steht ein 47-jähriger Mann aus dem Kreis Cochem-Zell, weil er im Sommer 2012 einen damals neunjährigen Jungen und seine siebenjährige Schwester sexuell missbraucht haben soll. Der Angeklagte leugnet die Taten. Dabei hat er einen schweren Stand, denn er hat bereits eine mehrjährige Haftstrafe wegen schweren sexuellen Missbrauchs abgesessen.

Bei den Geschwistern handelt es sich um die Enkelkinder der Frau, die der Angeklagte nach seiner Haftentlassung 2009 geheiratet hat. Der Junge und das Mädchen haben die Sommerferien 2012 bei den Großeltern verbracht. Nach Aussage des Angeklagten hat seine Frau beide Kinder vormittags mit zu ihrer Putzstelle genommen, denn er habe auf keinen Fall allein mit den Kindern sein wollen. Das sei auch eine der Auflagen seiner Führungsaufsicht aufgrund seiner Vorstrafe. Außerdem habe seine Frau von seiner „Krankheit“ gewusst.

Laut Anklage behaupten die Kinder jedoch, dass die Oma immer nur ein Kind mit zur Arbeit genommen habe. Dabei habe der Mann dem daheim gebliebenen Jungen in die Hose gegriffen, und an einem anderen Morgen habe er sich nackt auf das im Bett liegende Mädchen gelegt. Bei anderen Gelegenheiten soll er auch versucht haben, das Kind zu küssen. Er habe den Geschwistern verboten, ihrer Mutter davon zu erzählen.

Das Verhältnis zur Mutter der beiden Kinder beschrieb der Angeklagte als schwierig. Es habe immer wieder Spannungen gegeben, weil sie ständig in finanziellen Schwierigkeiten gesteckt und um Geld gebeten habe. Außerdem habe sie sich häufig ziemlich laut mit ihrer Mutter gestritten, sodass er sie zurechtgewiesen habe. Der Angeklagte warf der Mutter der Geschwister auch vor, dass sie wegen wechselnder Partner immer wieder umgezogen sei.

Die Frau, die als Zeugin geladen war und auch die beiden Kinder mitbringen sollte, erschien nicht vor Gericht. Sie hatte zwar ein ärztliches Attest angekündigt, das dem Gericht jedoch nicht vorlag. Nach einer Sitzungsunterbrechung teilte der Vorsitzende Richter mit, dass die Frau am Telefon zugesagt habe, ihre Aussage am 10. März zu machen.

Auch die Kinder sollen dann vernommen werden, falls die Mutter keinen Einspruch erhebt. Der Vater der Geschwister ist mit einer Vernehmung der Kinder nicht einverstanden. Der Ex-Partner der Mutter berichtete im Zeugenstand, dass er nach den Sommerferien 2012 Veränderungen im Verhalten der Kinder festgestellt habe. Das kleine Mädchen habe gerne mal ihren Rock hochgehoben und der ansonsten lebhafte Junge habe sich zurückgezogen. Bei der Vernehmung durch Staatsanwältin Ute Adam-Backes konnte der Mann jedoch nicht konkret schildern, was die Kinder ihm und ihrer Mutter über den mutmaßlichen sexuellen Missbrauch zu berichten hatten.

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ZUSAMMENFASSUNG

Datum des Artikels19-02-2014
LandGermany
StadtCochem-Zell
Alter des Täters47
Bewährung 
Geschlecht des Betroffenen 
Altes des Betroffenen9,7
Anzahl der Betroffenen2
Art der Tat
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