KINDESMISSBRAUCH

Kontakt Im Internet: Haftbefehl Gegen Thüringer Wegen Kindesmissbrauchs

Mühlhausen
Ihm wird vorgeworfen, im Februar und März dieses Jahres mehrfach Sex mit einer 13-Jährigen gehabt zu haben. Als das Mädchen die Beziehung beenden wollte, soll er sie vergewaltigt haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Angestellte möglicherweise mit weiteren 13-Jährigen Sex hatte, die er über Webportale ansprach.

Es bestehe außerdem der Verdacht, dass der Beschuldigte kinderpornografische Schriften vertrieben hat. Ferner soll er eine Vielzahl von Mädchen aufgefordert haben, sich vor einer Webcam auszuziehen. Der 29-Jährige habe davon Videos aufgezeichnet und auf seinem Rechner gespeichert, hieß es. Im Netz soll er sich eine falsche Identität zugelegt und sich beispielsweise als Inhaber einer Modelagentur ausgegeben haben.

Der Mann habe sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er war bereits am Gründonnerstag festgenommen worden. Der Verdacht gegen ihn ergab sich aus der Überwachung seiner Internetaktivitäten. Im vergangenen Oktober hatten Beamte in einem anderen Verfahren wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften die Wohnung des 29-Jährigen durchsucht und dabei Datenträger sichergestellt. Der Mann ist nicht vorbestraft und hat keine eigenen Kinder. Die Ermittlungen gegen ihn dauern an.
Justizminister Holger Poppenhäger (SPD) forderte Eltern auf, genau hinzuschauen, auf welchen Internetseiten sich ihre Kinder bewegten. Sie sollten die Risiken des weltweiten Netzes deutlich ansprechen. „Wir wollen kein Verbotsschild vor den Computer oder den Internetzugang hängen“, erklärte er. Kinder müssten aber sicher und geschützt surfen können.

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