KINDESMISSBRAUCH

Mann gesteht Kindesmissbrauch in mehr als 270 Fällen

Der Eingang des Kriminalgerichts Moabit. Hier beginnt der Prozess.Foto: dpa/Sven Braun Berlin-MoabitWeil er seine Stieftochter und deren Freundin missbraucht haben soll, steht ein 45-Jähriger vor dem Berliner Landgericht. Angeklagt sind mehr als 270 Fälle. Die Mädchen seien bei den ersten sexuellen Übergriffen elf Jahre alt gewesen. Der 45-Jährige erklärte zu Prozessbeginn amer gebe alle Taten zu. Er habe sich selbst bei der Polizei angezeigt und wolle der Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin nun eine Aussage vor Gericht ersparen. “Ich möchte, dass das Kind zur Ruhe kommt.” Zu den Taten soll es laut Anklage in der Zeit von 07 2017 bis August 2018 gekommen sein. In insgesamt 272 Fällen habe er sich an der Stieftochter vergangen, in fünf Fällen habe der 45-Jährige auch deren Freundin sexuell berührt. Zu den Übergriffen sei in der Wohnung der Familie gekommen. In einem Fall habe er die Stieftochter vergewaltigt. Der wegen anderer Delikte vorbestrafte Mann erklärte weiter, er habe damals häufig Drogen konsumiert. Er gestehe sämtliche Vorwürfe. “Ich will nicht, dass das Mädchen noch einmal Fragen beantworten muss.” Er habe eine harte Strafe verdient. Der Prozess wegen Vergewaltigung, sexuellen Missbrauch von Kindern sowie versuchten schweren Missbrauchs wird am 18.12 fortgesetzt.

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