KINDESMISSBRAUCH

Prozess um Kindesmissbrauch: Opfer sagt erst später aus

Die erwartete Aussage eines der Opfer im neu aufgerollten Hildesheimer Prozess um den Missbrauch mehrerer Mädchen wird verschoben. Der Grund: Die Anwältin der Nebenklägerin habe nicht teilnehmen können, sagte ein Sprecher des Landgerichts Hildesheim am Dienstag. Ursprünglich sei die Aussage der Zeugin geplant gewesen. Diese verschiebe sich nun auf Freitag. Der Sprecher betonte, er gehe stark davon aus, dass die Öffentlichkeit bei der Aussage der Frau ausgeschlossen werde. In dem Prozess geht es um den Missbrauch mehrerer Mädchen in einer familienähnlichen Wohngruppe in Gifhorn. (Az.: 14 KLs 6 Js 3779/19)

Das Ehepaar, das in Hildesheim vor Gericht steht, hatte bis zum Bekanntwerden der Vorwürfe im vergangenen Januar Kinder in der Wohngruppe betreut. Der 57 Jahre alte Erzieher soll laut Anklage zwischen den Jahren 1998 und 2007 Mädchen sexuell missbraucht und misshandelt haben, seine 60 Jahre alte Ehefrau ist mitangeklagt. Ihr wird vorgeworfen, nicht eingeschritten zu sein, als ihr Mann ein Mädchen zwang, über Tage Windeln zu tragen. Auch soll ein Mädchen tagelang in einen Hundekäfig gesperrt worden sein.

Der Fall wird neu verhandelt, nachdem ein erstes Verfahren im Herbst 2019 ausgesetzt worden war. Ermittler hatten neue Akten eingereicht. Die Eheleute wollten sich zu Prozessbeginn Anfang Januar nicht äußern.

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