KINDESMISSBRAUCH

Rechte Demo vor Kindermordprozess

Eine Minute Rechte Demo vor Kindermordprozess Eschweiler/Aachen (an-o) – Rechtsextremisten wollen zu Prozessbeginn gegen die Mörder des Eschweiler Geschwisterpaars Tom und Sonja vor dem Aachener Landgericht aufmarschieren. Teilen Tweeten Weiterleiten Drucken Im Internet rufen Neo-Nazis für den 5. 11 zu einer Demonstration vor dem Landgericht am Adalbertsteinweg in Aachen auf. An diesem Tag beginnt der Prozess gegen die beiden Männer, die des Mordes an dem Geschwisterpaar angeklagt sind. Laut Homepage soll der Aufmarsch unter dem Motto “Todesstrafe für Kindermörder” stattfinden. Zudem wird im Internet über verschiedene Anreiserouten informiert. Das könnte bedeuten, dass auch aus anderen Städten Rechtsextreme anreisen. Schon seit Jahren versucht die rechte Szene, in der Bevölkerung emotional besetzte Themen wie Kindesmissbrauch und Kindermord für sich auszuschlachten. Bundesweit kam es dabei zu Aufmärschen der rechtsextremen NPD und militanter “Freier Kameradschaften” unter dem Motto “Todesstrafe für Kinderschänder”. Nach Informationen der “Nachrichten” steckt hinter dem jetzigen Protestaufruf der in Stolberg für die NPD im Stadtrat sitzende Willibert Kunkel. Polizeisprecherin Iris Fourné bestätigte dies auf Anfrage. Kunkel habe am Montag mündlich die Demonstration angemeldet. Derzeit werde geprüft, ob sie genehmigt werden kann. Kunkel ist in der Neo-Nazi-Szene kein Unbekannter. Er hat 2002 schon zwei Aufmärsche in Stolberg organisiert, an beiden nahmen auch Skinheads der rechtsradikalen “Kameradschaft Aachener Land” teil. In Aachen wäre die jetzt geplante Demo seit einer Kundgebung gegen die Verleihung des Karlspreises an den damaligen US-Präsidenten Bill Clinton die erste größere rechte Aktion seit dem Jahr 2000. Proteste von links Erster Protest gegen die Aktion am 5. 11 regt sich schon. So schreibt die “Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten” (VVN-BdA) in einer ersten Stellungnahme, man werde “alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, den Nazis keinen öffentlichen Raum zu gewähren”.

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