KINDESMISSBRAUCH

Säugling missbraucht

Bundesweit fahndet das BKA in einem besonders schweren Fall von Kindesmissbrauch mit Bildern nach dem Täter. Das Opfer ist auf den Aufnahmen zwischen drei und neun Monaten alt.
Bundesweit fahndet das BKA in einem besonders schweren Fall von Kindesmissbrauch mit Bildern nach dem Täter. Das Opfer ist auf den Aufnahmen zwischen drei und neun Monaten alt.Die Fahndung des Bundeskriminalamtes (BKA) nach einem Kinderschänder, der einen Säugling missbraucht haben soll, hat noch keine heiße Spur ergeben. Zwar sei nach der Beschreibung des Falles am Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ eine Vielzahl von Hinweisen eingegangen, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Donnerstag. Eine konkrete Spur sei jedoch noch nicht dabei gewesen.BKA und Staatsanwaltschaft suchen seit Mittwoch mithilfe der Öffentlichkeit nach dem Mann. Den Ermittlern liegen Bilder und Videoaufnahmen vor, die den mehrfachen Missbrauch eines kleinen Mädchens im Alter zwischen drei und neun Monaten zeigen. Die Taten erfolgten demnach in einem Badezimmer auf einem Wickeltisch und auf dem Fußboden. Sie sollen Anfang 2005 geschehen sein. Es sei nicht ausgeschlossen, heißt es, dass der Täter das Kind auch heute noch missbrauche.

Den Ermittlungen zufolge gibt es Anhaltspunkte dafür, dass der Tatort in Deutschland liegt. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem Mann schweren sexuellen Missbrauch von Kindern sowie die Herstellung, Verbreitung und den Besitz kinderpornografischer Schriften vor. Der Mann soll zum Tatzeitpunkt vor sechs Jahren etwa 25 bis 40 Jahre alt gewesen sein und kurze braune Haare gehabt haben.
Auf den Aufnahmen trägt er eine Brille und hat deutlich sichtbare Körperbehaarung sowie einen Bauchansatz. Als Besonderheit geben die Ermittler an, dass der Täter am kleinen Finger der linken Hand einen schmalen goldfarbenen Ring trug.
Videoaufnahmen zeigen im Umfeld etwa eine Fliesendekoration mit Biene-Maja-Motiven und eine Wickelauflage mit Gänsen und Äpfeln. Das BKA hat zahlreiche Bilder im Internet veröffentlicht. Die Staatsanwaltschaft hat 5?000 Euro Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen. (dapd)

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