KINDESMISSBRAUCH

Schwerer Inzestfall in Argentinien

(afp/dpa) ⋅ In der argentinischen Provinz Santa Fé ist ein 62-jähriger Mann verhaftet worden, der seine Tochter über einen Zeitraum von 30 Jahren vergewaltigt und mit ihr neun Kinder gezeugt hat. Die 43-jährige Argentinierin aus ärmsten Verhältnissen sei von ihrem

26.11.2010

(afp/dpa) ⋅ In der argentinischen Provinz Santa Fé ist ein 62-jähriger Mann verhaftet worden, der seine Tochter über einen Zeitraum von 30 Jahren vergewaltigt und mit ihr neun Kinder gezeugt hat. Die 43-jährige Argentinierin aus ärmsten Verhältnissen sei von ihrem Vater zwar nicht eingeschlossen, aber ständig bedroht worden. Erst als ihr Vater im Juni wegen Viehdiebstahls festgenommen worden war, habe sie sich aus ihrem Dorf Nicanor Molinos und zur Polizei getraut.

Mit Gentests sei nachgewiesen worden, dass acht der insgesamt zehn Kinder der Frau durch die Vergewaltigungen des Vaters gezeugt wurden, sagte der Richter in der nahe gelegenen Stadt Reconquista. Dem Täter droht bei einer Verurteilung eine Strafe von 20 Jahren Gefängnis. Der älteste Sohn hatte sich schon vor den Gentests erschossen, als er erfuhr, dass sein Grossvater in Wirklichkeit sein Vater war. Ein zehntes Kind der Frau stammt von einem anderen Mann. Ihr Vater habe sie bei jeder neuen Schwangerschaft gezwungen, den Kindern und Nachbarn die Lüge zu erzählen, sie habe mit wechselnden Männern geschlafen, die sich inzwischen davongemacht hätten.

Laut dem Richter ist der sexuelle Missbrauch innerhalb von Familien im nördlichen Teil der Provinz weit verbreitet. Erst im vergangenen Jahr hatte der sogenannte «Monster von Mendoza»-Fall in Argentinien für Aufsehen gesorgt. Im Mai 2009 war ein 67-jähriger Mann festgenommen worden, der eine seiner drei Töchter wiederholt missbraucht und sieben Kinder mit ihr gezeugt haben soll.

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