Sexualtäter dank DNA nach halbem Jahr gefasst

tom. Die Kantonspolizei Zürich hat dank DNA-Analyse den sexuellen Missbrauch eines siebenjährigen Mädchens in Kleinandelfingen nach einem halben Jahr aufklären können. Der Täter wurde Anfang Februar 2005 verhaftet. Er ist geständig. Es ist ein 40-jähriger, nicht vorbestrafter Schweizer. Das Kind

17.02.2005

tom. Die Kantonspolizei Zürich hat dank DNA-Analyse den sexuellen Missbrauch eines siebenjährigen Mädchens in Kleinandelfingen nach einem halben Jahr aufklären können. Der Täter wurde Anfang Februar 2005 verhaftet. Er ist geständig. Es ist ein 40-jähriger, nicht vorbestrafter Schweizer. Das Kind hatte sich am Sommerabend des 1. Juli 2004 zusammen mit seinem neunjährigen Bruder auf sogenannten Buggyboards die Thur hinuntertreiben lassen. Unterhalb des Campingplatzes Kleinandelfingen auf Höhe einer Hängebrücke wurde das Mädchen vom Ufer aus von einem angeblichen Polizisten aufgefordert mitzukommen, da es eine falsche Schwimmweste trage. Der Täter lockte das Mädchen ins Auto, fuhr etwa zwei Kilometer flussabwärts und verging sich an ihm (NZZ 3. 7. 04).

Trotz guten Signalementsangaben und Hinweisen des Mädchens – unter anderem waren ihm eine orangefarbene Gummi-Giraffe und ein Jesus-Kreuz im Auto aufgefallen – und trotz Miteinbezug der Öffentlichkeit blieb die Fahndung lange erfolglos. Dies änderte sich Anfang Februar dieses Jahres abrupt. Ein aus dem Kanton Wallis eingegangenes DNA-Profil ergab beim Abgleich in der Datenbank beim Bundesamt für Polizei in Bern einen sogenannten DNA-Hit. Die Vergleichs-Spur stammte von einem 40-jährigen Schweizer ohne festen Wohnsitz, der wegen kleinerer Vermögensdelikte im Wallis polizeilich tangiert, aber nicht inhaftiert worden war. Gegen den Mann wurden von der Kantonspolizei Zürich Ermittlungen und Fahndungsmassnahmen eingeleitet. Diese führten am 4. Februar zum Erfolg. Der Gesuchte konnte im sankt-gallischen Lichtensteig verhaftet und umgehend der Kantonspolizei Zürich zugeführt werden.

Das Auto des Mannes wurde sichergestellt. Es handelt sich um denselben dunkelbraunen Ford Sierra, der beim Missbrauch in Kleinandelfingen benutzt worden war. Der Inhaftierte ist zur Strafuntersuchung der Zweigstelle Andelfingen der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland zugeführt worden. Es soll sich nun zeigen, ob er für weitere und ähnlich gelagerte Straftaten verantwortlich ist. Für die Polizei ist dieser Fall «eine gelungene Straftatklärung, die eindrücklich den Nutzen der forensischen DNA-Analyse aufzeigt». Laut einer Mitteilung ist die Methode auch dann erfolgreich, wenn ein Straftäter wegen eines anders gelagerten Delikts überprüft wird.

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ZUSAMMENFASSUNG

Datum des Artikels17-02-2005
LandSchweiz
StadtKleinandelfingen
Alter des Täters39
Bewährung 
Geschlecht des Betroffenen 
Altes des Betroffenen7
Anzahl der Betroffenen1
Art der Tat
Anzahl der Taten1
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