„Sexueller Missbrauch einer minderjährigen Nichte“, das Freispruchurteil ist nichtig: Der Prozess muss wiederholt werden

Die Staatsanwaltschaft muss nun entscheiden, ob sie erneut strafrechtlich verfolgt oder die endgültige Entlassung des 40-jährigen Angeklagten beantragt

Die dritte Strafsektion des Berufungsgerichts von Palermo, Präsident Antonio Napoli, erklärte das Urteil des Gerichts von Agrigento am 2. April 2019 in einem mutmaßlichen Fall des sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen für nichtig.

FD, ein 40-jähriger aus Agrigento, wurde wegen angeblicher sexueller Gewalt gegen seine minderjährige Nichte angeklagt, die mit seiner Familie in der Lombardei lebt. Die Fakten reichen bis in den Sommer 2014 zurück, als die Minderjährige mit ihrer Familie nach Agrigent gekommen war, um bei Verwandten, darunter auch ihrem Onkel, Urlaub zu machen.

Während des erstinstanzlichen Prozesses hatte das Verteidigungspanel, bestehend aus den Anwälten Angelo Farruggia und Annalisa Russello, die Nichtigkeit der Anklage geltend gemacht, da die im Anklageersuchen beschriebene Tatsache nach Ansicht der Verteidiger kein Verbrechen darstellte , es der Zustimmung zu sexuellen Beziehungen mit einem Minderjährigen über 14 Jahren. Die Verteidigung hatte hervorgehoben, dass sexuelle Beziehungen mit einem Kind unter sechzehn, aber älter als vierzehn an sich kein Verbrechen sind, wenn keine besondere Beziehung besteht, die im vorliegenden Fall nicht bestritten wird, die den Täter an das Opfer bindet. Der Einspruch wurde jedoch vom Gericht zurückgewiesen, das die Fortsetzung des Verfahrens anordnete.

Die Jury unter Vorsitz von Wilma Mazzara hielt die Geschichte des Minderjährigen am Ende der Diskussion für unzuverlässig und sprach den Angeklagten mit der Formel „Die Tatsache existiert nicht“ frei. Das erstinstanzliche Urteil wurde jedoch von der Staatsanwaltschaft und dem Berufungsgericht unter Vorsitz von Präsident Antonio Napoli am Ende der Diskussion der Parteien angefochten und zunächst darauf hingewiesen, dass die ursprünglichen Einwände der Angeklagten , die Anwälte Angelo Farruggia und Annalisa Russello, als begründet gelten mussten, erklärte die erstinstanzliche Entscheidung für nichtig, indem sie die Rückgabe der Dokumente an die Staatsanwaltschaft anordnete.

Der Prozess wurde daher vollständig eingestellt und der Staatsanwalt muss nun entscheiden, ob er das Strafverfahren erneut verfolgt oder angesichts des in erster Instanz ergangenen Freispruchs die endgültige Entlassung beantragt.

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ZUSAMMENFASSUNG

Datum des Artikels15.07.2021
LandItalien
StadtAgrigento
Name des TätersF.D.
Alter des Täters40
Bewährung 
Geschlecht des Betroffenenweiblich
Altes des Betroffenen14
Anzahl der Betroffenen1
Art der TatMissbrauch
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