KINDESMISSBRAUCH

Tochter jahrelang missbraucht: Angeklagter gesteht

Anzeige Berlin (dpa/bb) – Ein Vater hat im Prozess um Kindesmissbrauch vor rund 20 Jahren sexuelle Übergriffe auf seine Tochter zugegeben. Die Auswirkungen auf das damals neun- bis 13-jährige Mädchen seien ihm nicht bewusst gewesen, erklärte der 63-Jährige am Donnerstag vor dem Berliner Landgericht. In seiner Aussage ging der Angeklagte auf sechs Taten ein. Die Staatsanwaltschaft wirft dem achtfachen Vater insgesamt 281 Fälle in der Zeit von 04 1998 bis Oktober 2003 vor. Der gelernte Elektriker, der als Hausmeister in einer kirchlichen Einrichtung tätig gewesen sein soll, hatte sich 2018 selbst bei der Polizei angezeigt. Zwei seiner Söhne hätten ihn dazu gedrängt, so der 63-Jährige. Er sei in seine einzige Tochter «verliebt» gewesen. Nur an einige der ihm vorgeworfenen Taten könne er sich erinnern. Auf Urlaubsreisen und in der Familienwohnung sei es zu sexuellen Handlungen gekommen. Ihm sei allerdings «keine Situation bewusst, in der mir meine Tochter zu verstehen gab, dass sie meine Nähe nicht wollte.» Dass ihm nun auch Zwang unterstellt werde, könne er nicht verstehen. Seine Familie habe sich von ihm distanziert. Die Tochter hatte sich als erwachsene Frau ihren Brüdern offenbart. Ihr Vater wurde im 04 2019 festgenommen. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Prozess wegen Kindesmissbrauchs und Vergewaltigung wird am 23. August fortgesetzt.

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