KINDERPORNOGRAFIEKINDESMISSBRAUCH

Verbrechen Westallgäuerin (60) Wurde Als Kind Mehrmals Missbraucht Und Entschließt Sich, Über Das Schmerzhafte Zu Reden

Manchmal sucht sie Trost im Wald. Einen dicken Baum zu umfassen, das gibt Ursula P. Halt. Den braucht sie, wenn der Schmerz zu groß wird und die ganze Wut sich Bahn bricht. Wut auf Männer, die sie vor vielen, vielen Jahren missbraucht haben. Wut auf Menschen, die wegschauten und das Mädchen nicht schützten. Wut auf eine Gesellschaft, die in ihren Augen die Dimension des schrecklichen Verbrechens Kindesmissbrauch noch immer verkennt. Diese Wut hat Ursula P. veranlasst, ihre Geschichte öffentlich zu machen – unter geändertem Namen, weil sie ihre Familie schützen möchte. Ihr richtiger ist der Redaktion bekannt. Ein zweifacher Vater, auf dessen Rechner 12.000 Dateien mit kinderpornografischem Inhalt gefunden werden, erhält eine Bewährungsstrafe. Als Ursula P., die mit ihrer Familie seit über 20 Jahren im Westallgäu lebt, davon in der Zeitung liest, kann sie es kaum fassen: „Das ist eine Einladung zum Weitermachen“, glaubt sie und setzt sich an den Computer, um sich in einer E-Mail an die Zeitung die Empörung von der Seele zu schreiben. Die Dateien, die den Mann vor Gericht gebracht haben, bedeuteten „12.000-mal verursachtes Kinderleid, lebenslanges Trauma, teilweise große Schmerzen“, formuliert sie und beendet ihre Mail mit den Sätzen: „Woher ich das weiß? Me too.“

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