KINDESMISSBRAUCH

Dreieinhalb Jahre für Kindesmissbrauch

Das Landgericht Arnsberg hat einen 31-jährigen Mann, der ein zum Tatzeitpunkt zwölfjähriges Mädchen aus dem Altkreis Brilon mehrfach sexuell missbraucht haben soll, zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er hatte sich außerdem des Besitzes kinderpornografischer Schriften schuldig gemacht.

Das Landgericht Arnsberg hat einen 31-jährigen Mann, der ein zum Tatzeitpunkt zwölfjähriges Mädchen aus dem Altkreis Brilon mehrfach sexuell missbraucht haben soll, zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er hatte sich außerdem des Besitzes kinderpornografischer Schriften schuldig gemacht.

Der Angeklagte aus dem Raum Berlin hatte schon am ersten Prozesstag eingeräumt, mehrmals mit dem minderjährigen Mädchen aus dem Hochsauerlandkreis Sex gehabt zu haben. Er hatte gegen Ende 2016 die damals Zwölfjährige im Internet kennengelernt. Er selbst war damals 29 Jahre alt. Wenige Wochen später verbrachten sie eine Nacht in einem Mescheder Hotel, ehe sie vier Tage in der Zweitwohnung des Angeklagten in Berlin verweilten.

Die Polizei fahndete damals mit öffentlichen Aufrufen nach dem vermissten Mädchen aus dem Sauerland. „Diese Zeit war die Hölle für uns“, sagte der Vater des Mädchens im Zeugenstand. Mit Flyern gingen seine Familie und er damals in Berlin auf die Suche nach der Zwölfjährigen, nachdem die Polizei ihr Handy dort geortet hatte. Weil er große Angst vor der Polizei hatte, fuhr der Angeklagte das Kind wieder nach Hause. Auf dem Weg stellten ihn allerdings Zivilbeamte.

Am gestrigen Prozesstag kamen weitere Details über den Angeklagten ans Licht. So wurde er im Jahr 2010 aus der Bundeswehr entlassen, weil er schon damals kinderpornografische Bilder besessen hatte. Danach habe er als Metallbauer und Techniker gearbeitet.

Der 31-Jährige räumte ein, schon seit mehreren Jahren den Kontakt zu Minderjährigen in sozialen Netzwerken zu suchen. Mit einer 15-Jährigen habe er bereits vor einigen Jahren eine Beziehung gehabt. Aus Chatverläufen ging zudem hervor, dass er mit einem „Gleichgesinnten“ Erfahrungen austauschte.

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